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April 2015

Fluidtechnik/ Handhabungstechnik/ Misch- und Dosiertechnik/ Kunststofftechnik/ Arbeitssicherheit

Kein Materialverlust und höhere Sicherheit

Das Tartler-Fasswechsel-System setzt Maßstäbe bei der Förderung pastöser Medien

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Das neue Fasswechsel-System des hessischen Anlagenbauers Tartler reduziert die Kosten und erhöht die Sicherheit bei der Förderung pastöser, hochviskoser Medien aus Deckelfässern. Die innovative Systemlösung mit der vollautomatischen Fassentlüftung erobert sich derzeit immer mehr Anwendungsgebiete. Die Umrüstung älterer Misch- und Dosiermaschinen ist möglich.

Michelstadt, April 2015. – Von Beginn an zeigten die Kunstharz-Verarbeiter großes Interesse am neuen Vakuumfasswechsel-System von Tartler. Inzwischen sind aber auch Anwender aus anderen Branchen neugierig geworden auf die innovative Systemlösung für den sicheren und störungsfreien Fasswechsel. Der Grund: Immer wenn in der Industrie hochviskose Fluide aus 50- und 200-Liter-Spannring-Deckelfässern zu verarbeiten sind, überzeugt das neue Fasswechsel-System aufgrund seiner vollautomatischen Entlüftung mit reduziertem Handlingaufwand und sinkenden Kosten sowie verbesserter Ergonomie und Sicherheit.

Umrüstung vor Ort möglich

„In der Misch- und Dosiertechnik erfolgt die Förderung pastöser Materialien vielerorts aus Deckelfässern unter Einsatz von Fassfolgeplatten-Pumpen, wobei ständig Entlüftungsprobleme auftreten, die die Prozesssicherheit und den Anlagenbediener gefährden (Spritzgefahr!) sowie auch Materialverluste verursachen", sagt Firmenchef Udo Tartler. Er und seine Entwicklungsingenieure nahmen dies zum Anlass, ein neuartiges, vollautomatisches Vakuumsystem für den Fasswechsel zu entwickeln, das seit 2013 in die Misch- und Dosieranlagen der Tartler-Baureihen Nodopox und Tardosil eingebaut wird. Wegen des wachsenden Interesses der Kunden gibt es das System seit dem letzten Jahr auch zum Nachrüsten für alle Anlagen ab Baujahr 2008 an. Der Um- bzw. Einbau (mit Steuerung) kann werkseitig oder vor Ort beim Kunden durchgeführt werden. Das neue Fasswechsel-System von Tartler hat sich inzwischen in vielen Bereichen bewährt. „Wir haben damit bereits viele Misch- und Dosieranlagen ausgerüstet – etwa zur Herstellung von Tooling-Pasten auf Epoxidharzbasis, von Klebstoffpasten oder von Spachtelmassen", berichtet Udo Tartler.

Bis dato erfolgte die Weiterverarbeitung der in Deckelfässern gelieferten pastösen Medien mit Hilfe von Pumpen, die auf Fassfolgeplatten montiert sind. Die zur Blechfasswand hin abgedichteten Platten werden auf das Medium gepresst oder sinken durch ihr Eigengewicht bei der Materialentnahme nach unten. Allerdings sind die gelieferten Deckelfässer meist nicht bis zum oberen Rand gefüllt, wodurch sich oberhalb des Mediums eine Luftkammer bildet. Weil jedoch im Moment des Fasswechsels aus prozesstechnischen Gründen ausgeschlossen sein muss, dass Luft in die Förder- bzw. Dosierpumpe gelangt, wird sie meist über pneumatische, elektrische oder manuelle Entlüftungseinrichtungen abgeführt. Dabei besteht das Risiko, dass sich vom vorherigen Fasswechsel noch Materialreste in der Entlüftungseinrichtung befinden, die beim Entweichen der Luft nach außen spritzen. Gleichzeitig kann es zum raschen Absacken der Folgeplatte kommen. Abgesehen davon, dass das Entlüftungssystem oft per Hand vom Restmaterial befreit werden muss, unterliegt der Maschinenbediener bei alledem einem ständigen Verletzungsrisiko.

Luft geht raus, Material bleibt drin

Das innovative Vakuumfasswechsel-System von Tartler hingegen arbeitet vollautomatisch, schließt den Lufteintrag in Pumpe sowie Misch- und Dosieranlage aus und stoppt den Materialverlust. Denn die gesamte im Fass und in der Förder- und Dosierpumpe vorhandene Luft wird via Vakuumanschluss durch eine zwar luft- aber nicht mediendurchlässige (!) Fassfolgeplatte abgesaugt. Das erfreuliche Ergebnis ist ein hoher Anwenderschutz sowie die erhöhte Prozesssicherheit bei null Materialverlust und null Handarbeit. Damit im Fass kein Vakuum zurückbleibt, wird beim Ausfahren der Spezialplatte durch den gleichen Vakuumanschluss, durch den entlüftet wurde, wieder Luft eingebracht. Das geschieht dank des großflächigen Eintrags durch den luftgängigen Plattenwerkstoff völlig ohne Spritzgefahr für den Bediener.

Nachdem das neue Vakuumfasswechsel-System in den Misch- und Dosieranlagen von Tartler seine Praxistauglichkeit längst unter Beweis gestellt hat, zeigen nun auch immer mehr Branchen außerhalb der Kunstharz-Verarbeitung wachsendes Interesse an der vollautomatischen Systemlösung. Udo Tartler überrascht das nicht, „denn unser inzwischen zum Patent angemeldetes System macht die ihre Medienförderung aus den 50- oder 200-Liter-Spannring-Deckelfässern auf Anhieb einfacher, schneller und sicherer – ganz gleich, von welcher Art die pastösen Rohstoffe sind".


584 Wörter mit 4.598 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

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Tartler-Anlage Nodopox 200 VS 2 K (hier: EP-Pastenapplikation) mit neuem Vakuum-Fasswechselsystem: Das Fasswechsel-System arbeitet vollautomatisch, reduziert das Sicherheitsrisiko und stoppt den Materialverlust.

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Tartler-Anlage Nodopox 50 V mit dem neuen Fasswechsel-System: Ein neues Fass wurde in die Anlage gestellt und die Folgeplatte fährt in das Fass ein.


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Tartler-Anlage Nodopox 200 V für das Tooling (Pasten): Das neue vollautomatische Fasswechsel-System ist ein sicherer und problemloser Standardprozess ist, der hohe Einspareffekte generiert.

(Bilder: Tartler)