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September 2018

Unternehmensmeldung/ Umformtechnik/ Metallbearbeitung/ Automotiv/ Zulieferwesen

Eine Allianz für den Leichtbau

Automobilzulieferer Bilstein & Siekermann und Umformungsspezialist HEATform kooperieren

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Vollkommen neue Möglichkeiten in der Konstruktion und Fertigung von Strukturteilen für den Automobilbau verspricht die strategische Kooperation der Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG mit der HEATform GmbH. Die innovative Umformtechnik für Hohlkörper von HEATform erlaubt hohe Umformgrade und komplexe Formen von hochfesten Legierungen in Aluminium und Stahl. Damit werden neue konstruktive Möglichkeiten für die Auslegung, Funktion, Geometrie und somit auch für das Gewicht von Strukturbauteilen aufgezeigt. In Kombinationen mit dem Know-how und modernsten Fertigungsmethoden von Bilstein & Siekermann ermöglicht dies neue Ansätze für die wirtschaftliche Herstellung von leichten und festen Strukturbauteilen im Automobilbau. Auch bei der Entwicklung und Fertigung von Elektroautos eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten.

Hillesheim/Wiesbaden, September 2018 – Eine Hightech-Industrie wie der Automobilbau verlangt nach innovativen Fertigungsmethoden unter Einbeziehung von Werkstoffen, um die Herausforderungen der Märkte zu meistern. In der Produktentwicklung und Fertigung werden heute immer weniger Grenzen akzeptiert, die durch Bearbeitungstechniken gesetzt sind. Mehr denn je sind Unternehmen gefragt, die die Grenzen des Machbaren weiter verschieben.
In der Metallbearbeitung hat sich das innovative HEATforming-Verfahren bereits etabliert. Dieses erlaubt die Umformung mit Gasinnendruck (HMGF – Hot Metal Gas Forming) von Hohlkörpern und damit die Fertigung von Bauteilen mit bisher ungekannten Freiheitsgraden im Hinblick auf Design und Funktionalität. Selbst komplexe Formen mit axialen oder radialen Hinterschnitten – bis hin zu einer dreidimensionalen Formgebung und geringen Radien – sind machbar. Damit werden die bisherigen Möglichkeiten des Hydroformings oder auch der Innenhochdruckumformung (IHU Verfahren) und des superplastischen Formens (SPF) deutlich erweitert. Dies gilt insbesondere für hochfeste Legierungen für die bisher nur geringe Umformgrade mit großen Radien möglich waren – wie beispielsweise AL6082, AL7xxx, ferritische Edelstähle oder 22MnB5.
Zusätzliche mechanische Bearbeitungsverfahren sowie Wärmebehandlung und Oberflächenveredlung führen zu einbaufertigen Produkten oder ganzen Baugruppen, die nun aus einer Hand angeboten werden können.

Neue Freiheiten für den Automobilbau
Die Unternehmen Bilstein & Siekermann und HEATform läuten mit ihrer Kooperation eine neue Ära im Automobilbau ein, die neuartige Ansätze bietet, um Fahrzeuge leichter zu machen. Insbesondere bei der Entwicklung und Fertigung von Elektroautos eröffnen sich nun weitere Möglichkeiten, um das Gewicht zu reduzieren und somit die Reichweite zu erhöhen.
„Das Know-how in der Volumenfertigung von Bilstein & Siekermann als zertifizierter Automobilzulieferer sowie das Wissen von HEATform im Bereich Warmumformung von Hohlkörpern ergänzen sich sehr gut. Es wird dem HEATform Verfahren eine noch größere Verbreitung ermöglichen und so mit etablierten Fertigungstechnologien konkurrieren. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Fahrzeuge leichter und besser zu fertigen", erklärt HEATform Geschäftsführer Karl Kipry. „Unsere Erfahrungen in der Entwicklung von automatisierten Herstellungsprozessen sowie unser Ziel, dem Markt neue innovative Technologien anzubieten, motiviert uns nachhaltig in das HEATform-Verfahren sowohl in Europa und Asien zu investieren", ergänzt Bruno Hirtz, Geschäftsführer bei Bilstein & Siekermann. Die Zusammenarbeit der Unternehmen startete am 1. Januar 2018.

460 Wörter mit 3621 Zeichen

HEATform-BSH-0918
Bei der innovativen Umformtechnik von HEATform kommen Zugprobenwerkzeuge zum Nachweiß der Umformbarkeit einer Vielzahl von Legierungen und der nachgehenden metallurgischen Prüfungen zum Einsatz; die Abbildung zeigt ein Bauteil, das für die nachgehende Zugprobe optimiert wurde.

(Bild: HEATform)